Der Kreml und die Provokationen des Westens

Eine Reihe von offiziellen Stellungnahmen vom russischen Präsidenten Putin sowie dessen Außenminister Lawrow verdienen es, hier gesondert herausgehoben zu werden. Unsere Initiative ‚Frieden mit Russland‘ hat es sich ja zur Aufgabe gemacht, die Sichtweisen und Interessen der Russischen Föderation vorzustellen und zu erklären. Voila, die folgenden Quellen bieten diese Erklärung.

Da veranstalten die Westmächte eine Serie von Sanktionen gegen Belarus, weil ihnen der dortige Präsident Lukaschenko nicht paßt, Sie protestieren dann dagegen, daß Belarus inzwischen längst gar keinen Grund mehr sieht, die Flüchtlingsströme aus dem Nahen Osten in die EU und v.a. nach Deutschland aufzuhalten. Und hinter all dem, so die geifernden Qualitätsmedien des Westens, stecke ohnehin der Kreml. Denn: hat etwa der globale Westen die Zerstörung des Irak, von Afghanistan und Syrien angerichtet und die Massenflucht verursacht ?

Da verwandeln eben diese Westmächte das Schwarze Meer und den Luftraum darüber geradezu in einen Dauerschauplatz militärischer strategische Präsenz und zetern dann öffentlich darüber, daß die Russische Föderation auch noch darauf reagiert und den Bewegungsspielraum von NATO-Armada und Luftwaffe einschränkt.

Wladimir Putin hat diese und andere Ereignisse in einem Interview als eine Art „europäisches Brodeln“ bezeichnet. Wir verweisen hier gerne auf ein Interview mit dem russischen Staatsfernsehen und empfehlen, jede Zeile genau zur Kenntnis zu nehmen, denn Frieden in Europa entsteht nicht durch das Aussitzen all der westlichen Provokationen.

Aus dem Haus des russischen Außenministers Lawrow stammt eine weitere interessante Einlassung, die ebenfalls sehr genau zur Kenntnis genommen werden sollte.

Ausgerechnet auf Initiative der ukrainischen Regierung, die sich gerade in den vergangenen Monaten beeilte, ihre Truppenkontingente an der Frontlinie zu den Donbass-Republiken ‚mörderisch‘ zu verstärken, diese mit US-Waffen auszurüsten und die OSZE-Mission zu bekämpfen, sollten die Außenvertretungen von Frankreich und Deutschland eine Konferenz im Normandieformat unter Beteiligung Russlands durchführen. Die russische Seite lehnte ab und legte sehr detailliert dar warum. Dazu der Artikel aus RussiaToday (RT.de) mit dem Wortlaut der Stellungnahme Lawrows.

Zur Illustration der Stellungnahme von Lawrow hier ein Verweis auf einen Artikel der von uns sehr geschätzten Dagmar Henn. Sie zählt die Verstöße des globalen Westens gegen die Minsker Vereinbarungen und gegen die Menschenrechte auf. Alle diese Verbrechen seitens der ukrainischen Soldateska sind mit Billigung der französischen und der deutschen Regierungsstellen geschehen. Vgl. dazu ihren Artikel in Russia Today (RT.de).

Lawrow deutet ja bereits an, daß die russische Seite das westliche ‚Tete-a-tete‘ mit den Putschisten in der Ukraine keineswegs noch lange hinzunehmen bereit ist.. Wie das dann aktuell in der Folge aussehen könnte, antizipiert die österreichsche Journalistin A.Schafran in einem Artikel auf Russia Today (RT.de), der die Situation in der Ostukraine beleuchtet und ein Szenario der militärischen Eskalation aufzeigt.

Wir haben allen Anlaß davon auszugehen, daß der inzwischen langjährig aggressive par-force-Kurs in der Politik des „freien Wertwestens“ in einen Krieg münden wird. Der Autor und Journalist Wolfgang Bittner (Göttingen), der dieses Jahr anläßlich des Antikreigstages bei unserer Kundgebung am 01.September als Hauptredner zu Gast war, faßt die Lage in seinem Artikel als Gastautor für snanews.de so zusammen: „Auf dem Weg in den Untergang: Die Kriegsgefahr wächst von Tag zu Tag“.

 

 

 

Dieser Beitrag wurde redaktionelll betreut von Frank Braun.



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