Gibt es Krieg in Europa ? Ja, den gibt es bereits !

„Das mit der Ukraine haben wir nicht gewußt…“, hört man dieser Tage häufiger. Wer im Zusammenhang mit den Problemen dort auf Faktenlage und eben nicht auf Propagandamythen des ‚freien Wertewestens‘ verweist, dürfte bei seinen Gesprächen mit Friedensbewegten von heute auf breites Staunen stoßen. Viele wissen dazu gar nichts und glauben ernsthaft, über die herrschenden Leitmedien hier informiert zu sein.

Aus den Reihen derer, die früher Teil von Friedensbewegung waren, hört man dagegen immer öfter seltsame Schuldzuweisungen ausgerechnet an die russische Seite. Letzterer werden hysterische und unberechenbare Reaktionen unterstellt, die geeignet seien, die Lage weiter zu eskalieren.

Ich will zeigen, daß Russland weder in Sachen Ukraine noch in Sachen globaler Problemlagen zu den Eskalierenden gehört und keineswegs hysterisch und unberechenbar handelt.

Oligarchen und Neonazis kontrollieren die Ukraine

Schon den Maidan-Putsch von 2014 haben die meisten hier gar nicht als Problem, sondern eher ziemlich naiv als eine Art Befeiungsschlag der einfachen Menschen dort verstanden. Was für ein gewaltiger Irrtum ! Wo doch die US-amerikanischen Dienste und ihre EU-Partner längst vorher einige Milliarden Dollar in die Ausbildung passenden Personals für solche Art von ‚farbiger Revolution‘ investiert hatten. Dieser Umstand war damals schon bekannt und wurde seitens des ‚Wertewestens‘ auch stolz bestätigt. Und das durch den Putsch hochgeschwemmte Personal hatte es in sich: Die volatilen Oligarchen, die mal auf Neonazi, mal auf europäisch-aufgeklärt machen, wenn nur der Dollar stimmt; dann die zahlreichen offen neonazistischen Fußtruppen, die sich in der Tradition des faschistischen Kollaborateurs Bandera sehen und längst ihren Staat im Staate aufgebaut haben; dann die gesamte korrumpierte Kiewer Halbwelt wie Timoschenko und Klitschko als Teil der herrschenden Klasse mit üppigen Besitztümern und Konten im Ausland.

Der feine Herr Steinmeier damals 2014:, eingerahmt von Halbwelt Klitschko und den Neonazis Thihanibok und Jatzinuk

Die Menschen auf der Krim sowie im Donbass, zusammen gut sechs Millionen vorwiegend ethnische Russen, hatten schon 2014 an einem solchen Staatsgebilde überhaupt kein Interesse und wendeten der Ukraine gleich den Rücken zu, auch weil sie dort mehr und mehr einem russophoben Genozid ausgesetzt wurden. In Wahrnehmung ihres Rechts auf Selbstbestimmung wählten sie die Abspaltung. Dazu kommen noch Millionen anderer, die dieses Land verliessen und immer noch verlassen, weil es dort für sie kein soziales Auskommen mehr gab und gibt.

Bis heute ist die relative Autonomie der Donbass-Republiken Donezk und Lugansk die härteste Herausforderung für den Kiewer Pleite-Staat. Nur die alleraggressivste Propaganda und der Terror nach innen mit üppigem Geld sowie militärischer Ausrüstung aus dem Westen hält dieses Regime am Leben.

An der Demarkationslinie zwischen den beiden Donbass-Republiken und der Rest-Ukraine herrscht seit gut acht Jahren offener Krieg. Von den 14.000 seitens der UNO und selbst der OSZE gezählten Toten sind allein 9.000 Zivilisten aus der Donezker und Lugansker Volksrepublik. Das ukrainische Militär wurde längst um Freiwillige aus den Gefängnissen des Landes sowie den Aktiven der Neonazibataillone ergänzt. Über Tage, über Monate gab es aus der Ukraine permanenten Beschuss mit großkalibrigen Mörsern. Die Kanoniere und Scharfschützen der Ukraine erhalten sogar Geldprämien dafür und deren Arbeit wird öffentlich ausgelobt. Zwischenzeitlich hatten die OSZE-Beobachter sogar alle ihre Beobachtungsdrohnen verloren, weil sie von den Kiewern abgeschossen oder sonstwie funktionsuntüchtig gemacht wurden – auch dafür gab es öffentliche Belobigungen. Seit der Jahreswende 2020/21 konzentriert die Kiewer Regierung Militär und Material an der Grenze zu den Volksrepubliken – auch das mit öffentlicher Ankündigung. In Summe entstand so eine Präsenzzahl von 145.000 Militärs, mit einigen hundert Panzern und anderem todbringenden Material. Kiew droht heute bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit dem Überfall auf Donezk und Lugansk.

Auf der anderen Seite, ebenfalls besonders seit dem Sommer 2021 konzentriert die Russische Föderation ihrerseits, ausdrücklich zur Abwehr möglicher Provokationen aus den Reihen des ukrainischen Militärs ihre Präsenz in einem Streifen von ca. 400 km Breite (…von wegen Grenzregion!) von Woronesh bis Rostow entlang der Grenze zur Ukraine.

Was ist daran unberechenbar ? Der russische Präsident Putin verwies darauf, daß niemand aus der Ukraine ungestraft die russischen Menschen da in Donezk und Lugansk angreifen kann. Schon bis jetzt haben die entmenschten Killer aus der Ukraine ja genug Leid und Verbrechen gegen über die Menschen dort begangen.

Dieses auch von der OSZE beglaubigte Foto wurde der UNO seitens der VR Donezk zur Begutachtung vorgelegt. Ein Bewohner zeigt sein vom ukrainischen Militär per Artilleriebeschuß zerstörtes Haus. Von dieser Art Fotos soll es Tausende geben.

Und: Bei denen gibt es genug Abenteuerer, die es darauf angelegt haben, in Stoßtruppunternehmen auf der anderen Seite maximalen Schaden anzurichten. Also gilt es für die russische Seite, dieses Risiko zu vermeiden. Was ist daran rätselhaft oder gar hysterisch ? Anlaß zum Staunen gibt es eigentlich nur für Menschen, die da jahrelang nicht hingesehen und deswegen inzwischen wohl auch einen besonders stabilen russophoben Wahrnehmungsfilter entwickelt haben. Den Rest machen offenbar die Qualitätsmedien hier.

USA und NATO sind auf Talfahrt

So etwas ähnliches wie die Ukraine-Krise gab es schon mal in der jüngeren Geschichte. 2008 meinte der damalige Chef der herrschenden Kreise in Georgien, Herr Saakaschwili, einen Krieg gegen Russland vom Zaun brechen zu müssen. Er und seine Truppe glaubten allen Ernstes, die NATO würde dann schon die Kohlen für ihn aus dem Feuer holen. Das Abenteuer endete bekanntermaßen mit dem teilweisen Zerfall Georgiens und ihrem wirtschaftlichen Niedergang.

Nach den Niederlagen im Nahen Osten (Syrien, Irak) und dem Afghanistan-Debakel sind USA und NATO erst recht angezählt. Sie offenbaren dabei das ganze Ausmaß eigener politischer, wirtschaftlicher und militärischer Schwäche. Wohlgemerkt: Bei aller Schwäche sind sie aber doch noch immer zu allen Grausamkeiten bereit.

Aber die USA haben an so einem Gebilde wie der Ukraine auch nur dann ein Interesse, wenn es peu a peu als eine Art beißwütiger Pitbull gegen Russland ins Spiel gebracht werden kann und ihnen dabei naßforsche Bellizist*innen wie z.B. Frau Baerbock und die transatlantische Grünen-Hilfstruppe in Europa zur Seite stehen.

Mit der daraus folgenden Ableitung, als NATO werde man im Konfliktfall die Ukraine nicht verteidigen, scheint Herr Biden die westeuropäischen Partner zunächst beruhigt zu haben – ein Krieg in Europa ist gerade denen bei aller Bündnistreue ganz und gar keine angenehme Alternative. Aber andererseits können die Europäer den ukrainischen Präsidenten Selenski nicht überzeugen, seine Neonazi-Warlords an die Kandare zu nehmen. Das kann der nämlich nicht mehr und für ihn und seinen Vorgänger Poroschenko war und ist trotz regierungsoffzieller Unterzeichnung die Minsker Vereinbarung keine Handlungsoption mehr – zu sehr waren und sind sie verstrickt in das tete a tete mit diesen Neonazi-Warlords und ein weiteres Hinwarten wollen letztere auch nicht.

Sollte es in den nächsten Tagen oder Wochen seitens der bewaffneten Streitkräfte der Ukraine Angriffe auf die Donbass-Republiken geben, die über das bisherige Maß an tödlichen Provokationen hinausgehen, wonach es gegenwärtig aussieht, wird dies nicht nur das Ende von Selenski, somdern wohl auch des ukrainischen Staates bedeuten. Dessen Zentrifugalkräfte im Inneren sind nämlich seit dem Maidan-Putsch und dem folgendem Terror stetig gewachsen.

Bis dahin sollten all diejenigen, die nichts von der Faktenlage in der Ukraine wissen, sich schnell und gründlich informieren, sonst stehen sie da wie einst die Leute heute vor 83 Jahren. Damals inszenierten die Nazis als polnische Freischärler verkleidet einen False-Flag-Überfall auf die deutsche Reichsgrenze. Für Adolf Hitler dann die Gelegenheit zur Eröffnung des Angriffs- und Vernichtungskrieges speziell gegen die Sowjetunion. Und den Leuten damals blieb dann nur noch: „Das haben wir nicht gewußt!“.

 

d.Red.: Auch wenn jetzt unmittelbar nicht die globale Auseinandersetzung droht, ist es besser, sich die Faktenlage bewußt zu machen. Gerne verweisen wir in diesem Zusammenhang auf die russischen Abrüstungsvorschläge an die USA, Vgl. auf dieser website hier



Kategorien:Aktuelles