Der Fall RT.de – die kalten Krieger*innen von der Leine gelassen

Die Abschaltung des deutschsprachigen Fernsehkanals von Russia Today (RT.de) in YouTube deutete sich schon seit Monaten an.

Kein anderes Medienunternehmen hat so breit, so intensiv das aggressive Voranbringen US-amerikanischer globaler Hegemonialpolitik mit einem geradezu untertänig handeldem deutschen Bündnispersonal kommentiert und in ihren widersprüchlichen Details aufgezeigt wie Russia Today – täglich, stündlich.

Kein anderes Medium hat die auseinander stiebende NATO sowie die sich unter dem politischen und ökonomischen Diktat vor allem herrschender Kreise aus Deutschland auflösende EU, kein anderes Medium hat die alte und wohl auch neue Kalte-Kriegs-Propaganda des ‚freien Westens‘ gegen Russland so häufig und treffend kritisiert. Das alles hat Wirkung gezeitigt: RT.de hat dabei deutlich mehr als eine halbe Million Abonnenten und noch viel mehr Interessentinnen, die sich gelegentlich einklicken, gewinnen können.

Kein Wunder also, daß die Verantwortlichen von YouTube sozusagen dann auch die Verbotskarte ziehen und dies ziemlich sicher auf Zuruf der Damen und Herren der hiesigen ‚Dienste‘ und ihrer politischen Repräsentanz. Und kein Wunder auch, daß wieder die allermeisten tollen Qualitätsmedien hierzulande in der Hetze gegen RT.de mitmischen – von den öffentlich-rechtlichen und bis zu den letzten schäbigen Privaten, in Rundfunk, Fernsehen und Internet, von FAZ bis taz.

Wir bieten hier ein paar Verweise auf Kommentare zu diesem YouTube-Manöver. Da ist zum einen der Artikel von Wladislaw Sankin in RT.de. Der titelt treffend „Mit ‚Bücherverbrennung‘ ins digitale Mittelalter“ .

Wie so häufig liegt auch hier Dagmar Henn mit „Deutschland und RT DE – oder die Frage: Wer will den Frieden und wer ist im Krieg?“ vollkommen richtig und stellt das YouTube-Verbotsmanöver in einen Zusammenhang mit der unseligen Tradition des Kalten Krieges.

Schließlich wollen wir gerne auf unsere Info-Favoriten verweisen, deren Symbole wir zu Werbezwecken auf unserer website versammelt haben – siehe rechte Spalte. Wir freuen uns, daß wir nun auch Thomas Röpers Anti-Spiegel.ru verlinken konnten. Dort lassen sich v.a. jede Menge Übersetzungen aus den russischen Medien nachlesen.



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