EU bleibt im Ukraine-Konflikt disparat

In Kiew kratzen sich die Oligarchen bei der Jagd um Beute gerade gegenseitig heftig die Augen aus. Deren Bedienstete in Parlament, in Regierung und Justiz liefern die dazu passende Dramaturgie. (Vgl. dazu hier.)

Unterdessen frösteln die Menschen im Land noch eher still vor sich hin oder hauen ab. Die traditionellen Wärmequellen (Gas, Öl, Holz und Kohle) lassen wegen nur sehr knapper Vorräte öffentlich längst, wenn überhaupt, dann nur noch Notbetrieb zu.

Das Pipeline-Netz durch die Ukraine – Selenski will sich bedienen

Der Winter dort scheint kalt und lang zu werden und schon beginnt  die öffentliche Debatte des dortigen Establishment um den richtigen Zeitpunkt für den staatlich organisierten Diebstahl von Erdgas aus den Gazprom-Pipelines nach Westeuropa (hier dokumentiert)).

Gut die Hälfte der ukrainischen Streitkräfte, nach eigenen Angaben etwa 125.000 Soldaten, befindet sich an der Ostfront und damit an der Demarkationslinie zu den Donbassrepubliken. Sie sind da mit Panzern und schweren Waffen, auch denen, die sie über das letzte Jahr speziell von den USA erhalten haben. Die russische Föderation hat ihrerseits reagiert und auf ihrer Seite für den Ernstfall, da irgendwelche Neonazi-Militärs die Donbass-Republiken provokativ attackieren oder gar an der russischen Staatsgrenze zündeln wollen, nach eigenen Angaben, etwa 70.000 Miltärs mit entsprechender Abwehrtechnik stationiert.

Zweifellos eine brenzlige Situation, in der die Machthaber der Ukraine alles taten und noch immer tun, um einen Konflikt mit Russland auf der anderen Seite und möglichst den USA bzw. der NATO auf der eigenen Seite zu provozieren.

Die Waffen der Russischen Föderation, hier die 9-Mach-Überschallrakete’Zirkon bei einem Test‘, ängstigen die arroganten US-Militärs

Dann die Gespräche zwischen den Präsidenten Putin und Biden vor Jahresfirst, in denen es Putin offenbar erfolgreich gelang, Herrn Biden von der derzeit eher schlechteren Performanz der USA, der NATO und der EU zu überzeugen. Insbesondere die Europäer würden für den Oberkomödiant Selenski und seiner nationalistischen Soldateska gerade nicht ins Feld ziehen, was in Kiew offenbar eine enorme Frustration und Ernüchterung auslöste.

Die russisch-amerikanischen Gespräche auch auf der Ebene der Unterhändler werden hier sicher noch häufiger zu besprechen sein. Was aber den Anteil von EU-Willen die Ukraine betreffend anbelangt, so scheint es da in allernächster Zeit Berichtenswertes nicht mehr zu geben. Die EU duckt sich ja dauernd weg und setzt ganz auf die Karte der braven Folgschaft hinter dem breiten Rücken der USA, ganz zu schweigen von ihrer inneren Zerrissenheit.

Dazu hat die von uns sehr geschätzte Dagmar Henn bei RT.de zu Jahresbeginn in einem leider viel zu wenig beachteten, kurzen, knackigen und sehr lesenswerten Artikel alles Wichtige aufgeschrieben.Unter der Überschrift „Mit Schwung in die Bedeutungslosigkeit“ heißt es bei ihr:

Von den USA war man in den vergangenen Jahrzehnten einiges an großmäuligem Verhalten gewöhnt, mit „unverzichtbarer Nation“ und ähnlichen Sprüchen, und vor diesem Hintergrund wirkten die Europäer immer besonnen und vernünftig. Jetzt scheint sich das plötzlich umzukehren. Es wirkt, als sei in den USA ein Rest Vernunft aktiviert worden, dafür lassen die Vertreter der EU jetzt allen Verstand beiseite.“  Weiterlesen.

 

Zusammengestellt von Frank Braun.



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