Friedensbewegung mit Rot-Grün derzeit eher nicht möglich !

Hier zum Jahresende zwei interessante Stellungnahmen zum Thema ‚Krieg und Frieden‘. Beide unter dem Eindruck der Diskussion anläßlich einer Konferenz am 10./11.12.22 in Kassel mit bemerkenswerter Beteligung von Friedensbewegten, aber im Resultat eben auch mit enttäuschten Erwartungen.

Da ist einerseits ein Interview mit der von uns hochgeschätzten Nahost-Expertin Karin Leukefeld, die eher nüchtern das sehr Wenige an Substanz in Sachen friedenspolitischer Beratung von diesem Wochenende mit „…erlebe Friedensbewegung zersplittert und zerstritten.“ bei RTDE kolportiert.

Andererseits ein Interview mit Klaus Hartmann vom Deutschen Freidenker-Verband, den wir hier vor Kurzem schon einmal zitiert hatten, (vgl. unter „Ukrainekrieg und Völkerrecht“) und der aus eben diesem sehr Wenigen an Substanz doch noch irgendwie hoffnungsvolle Momente herausgelesen haben will. Vgl. dazu unter  „Reflexionen über Positionen und Strategien der deutschen Friedensbewegung“.

Vor allem in Ostdeutschland ist Friedenspolitik eben auch Sozialpolitik, aber langsam auch in der alten Bundesrepublik wie hier am 08.10. in Hannover

Interessant bei beiden Stellungnahmen, wie überhaupt noch viel krasser bei den meisten Wortbeiträgen auf der angesprochenen Konferenz des Bundesausschuss Friedensratschlag (vgl.hier) , daß von der faktischen Friedensbewegung auf den Straßen und Plätzen nur ganz am Rande die Rede war. Ja, es hatte sogar den Anschein, als nähme die überwiegende Mehrzahl der in Kassel Versammelten die vielen Friedensdemonstrationen vor allem in Osdeutschland nicht wirklich zur Kenntnis.

Es nimmt daher auch nicht Wunder, wenn eben diese Mehrzahl der Russischen Föderation auch noch oberschlau vorschreiben möchte, ob überhaupt und wann diese und wie diese sich gegen de Avancen der NATO verteidigen kann. So beschreiben es jedenfalls übereinstimmend K. Leukefeld und K. Hartmann.

Mit dieser Art rot-grüner Ignoranz der Reste der alten Fredensbewegung wird zwar der Schulterschluß mit der herrschenden Politik von Scholz, Strack-Zimmermann, Bearbock und Habeck wohl noch irgendwie gewahrt, aber ist es nur das, was der Friedensratschlag derzeit noch irgendwie kann?

Wer, komme was da wolle, den wirtschaftlichen Niedergang breiter Teile der Bevölkerung, ja, der gesamten bundesdeutschen Volkswirtschaft nicht mit den anti-russischen Sanktionen in Verbindung bringen möchte und wer die Waffenlieferungen an die Ukraine, die US-Dienerschaft der Bundespolltik gegenüber den USA  nicht thematisieren möchte, wer noch immer das Märchen vom russischen Angriffskrieg pflegen möchte, kann heute Friedenspolitik nicht machen und wird Friedensbewegung nicht rekonstruieren können.



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