Der Donbass hat seinen ‚Independence Day‘

Acht Jahre haben die Menschen in Donezk und in Lugansk den tödlichen Terror der ukrainischen Militärs ertragen müssen – seit der Trennung des Donbass vom ukrainischen Staatswesen. Damals mit weit über 90-prozentiger Zustimmung im Rahmen einer breiten Volksabstimmung.

Die entmenschte Kiewer Soldateska hat sich über diese Zeit als eine einzige Tötungsmaschine herausgestellt, immer geschützt seitens der Kiewer Regierungen unter Poroschenko und Selenski – und diese wiederum von den Westeuropäern, v.a. von Berlin und Paris. Von letzteren war immer wieder zu hören, man wolle sich an den Minsker Auflagen orientieren, Kiew aber merkte ausdrücklich an, diese zwar unterschrieben zu haben, aber nicht einzuhalten gedenke.

In der Nacht vom 21. auf den 22.02.22 begehen einige in Donezk die Nachricht von der staatlichen Anerkennung mit einem schönen Feuerwerk.

Wundert sich unter diesen Bedingungen irgendjemand, daß die Menschen im Donbass an dem sehr speziellen ‚Schutz‘ durch diese Minsker Vereinbarungen schon lange kein Interesse mehr haben ? Und, natürlich, sie hatten auch kein Interesse daran, daß der Status ihrer Existenz zynisch als ‚eingefroren‘ bezeichnet wurde.

Schon bei den Abstimmungen von 2014, nach dem Maidan-Putsch, wollten die gut vier Millionen im Donbass den Weg der Eingliederung in die Russische Föderation gehen – so wie die Menschen von der Krim. Damals schwappte die Welle der Solidarität durch ganz Russland. Auch dort forderte die Mehrheit der Menschen so wie im Donbass selbst die Aufnahme in die Föderation. Sie ahnten, was da kommen würde und wollten diese Jahre des Terrors nicht.

Dann, von Ende 2020 bis jetzt, folgte auf der ukrainischen Seite die Konzentration des Miltärs an der Minsker Kontaktlinie und schließlich deren militärische Offensisive. Auf Initiative der Kommunistischen Partei der Russ. Föderation (KPRF) sowie eines Teils der Partei Putins, ‚Einiges Russland‘, gab es dann endlich in Russland wieder eine gesellschaftliche Bewegung für die staatliche Anerkennung der beiden Volksrepubliken. Putin und sein Team hätten dieser Tage wohl innenpolitisch Probleme bekommen, wären sie nicht darauf eingegangen.

Jetzt also sind die beiden Volksrepubliken staatlich etabliert und haben einen Beistandsvertrag mit der Russ. Föderation, also eine Art Existenzsicherung erhalten. Sollten die marodierenden Angehörigen des ukrainischen Miliärs zusammen mit den bewaffneten Neonazi-Banden im Grenzgebiet zwischen den Volksrepubliken und dem ukrainisch besetzten Teil ihrer Oblaste den Terror fortsetzen, so müßten sie mit ungleich größerer Gegenwehr und sicher auch mit eigener Vernichtung rechnen. Sollte Selenski das alles weiter decken, so wird er sogar die Ukraine als staatliches Gebilde aufs Spiel setzen.

Die üble Polemik von einem  angeblich „gebrochenem Völkerrecht“ der US-Pudel hier in Deutschland, von Scholz bis Baerbock, und in Brüssel von Borrell bis von der Leyen, kann gegen dieses lang ersehnte Gefühl der Menschen im Donbass von relativer Sicherheit nicht anstinken. Putin handelte richtig, manche sagen, er mußte erst dorthin getragen werden.

Zumal setzt sich die Erkenntnis auch bei den EU-Pudeln durch, daß Westeuropa, gerade weil es sich in den letzten Jahren nurmehr als Schoßhündchen der USA gegeben hat, jetzt erst einmal als Akteur internationaler Politik von der Bühne abtreten mußte. Anders ist die geifernden Art der Sprücheklopfer z.B. der Ampelkoalition nicht zu verstehen.

In diesem Zusammenhang bieten einzelne Wortführer der gesellschaftlichen Linken leider ein Trauerspiel ohnegleichen. Viele von denen haben sich nie auch nur ansatzweise um die Menschen im Donbass bekümmert, haben sich auf die Verlautbarungen der hiesigen Leitmedien verlassen und auf eine inzwischen breite gesellschaftliche Strömung von Russophobie. Wenigstens die gewiss nicht Russland freundlichen OSZE-Berichte hätten sie doch lesen können, um die Protokollnotizen über das durch die USA und die EU angerichtete Leid der Menschen im Donbass wenigstens punktuell zur Kenntnis zu nehmen. Stattdessen bleibt bei denen offenbar grenzenlose Desorientierung.

Der Donbass aber hat einen Erfolg errungen und darf seinen ‚Independence Day‘ feiern. .



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